Eine Alternative zu Bezahlprogrammen

Das deutsche Urheberrecht bietet Entwicklern auch die Möglichkeit, ihre produzierten Waren, ohne eine Kostenforderung anbieten zu können. Diese kostenlose Gebrauchsüberlassung leitet sich indes nicht vom Recht selbst ab, sondern aus dem Lizenzvertrag, der zwischen Hersteller und Verbraucher geschlossen wird. Es obliegt der menschlichen Natur, dass Kostenloses zumindest kritisch betrachtet wird. Gegenüber der kostenpflichtigen Variante wird insoweit ein relevanter Qualitätsunterschied befürchtet. Hauptsächlich sollen Programme den heimischen PC schützen oder seine Leistungsfähigkeit unterstützen. Die Sicherheit spielt insbesondere auch im Internet eine erhebliche Rolle. Der Computer soll gegen kriminelle Aktivitäten geschützt werden. Free Software bietet auch hier passende Lösungen an. Firewalls oder Antivirenprogramme zählen zur Grundausstattung internetfähiger Computer. Die meisten dieser Softwareanwendungen werden von Entwicklern publiziert, die ebenso kostenpflichtige Alternativen offerieren. Der Unterschied liegt indes im Funktionsumfang. Im Regelfall wird der Verwender mit der Grundausstattung gleichwohl zurechtkommen. Zusätzliche Sicherheitsmodule bieten vor allem Firmeninhabern weitergehenden Schutz, die derartige Serviceleistungen kostenpflichtig buchen müssen. Der Privatanwender wird durch die unterschiedlichen Modifikationen nicht weniger oder mehr geschützt, als dies bei einer konkurrierenden Bezahlsoftware der Fall wäre. Um den Dienst nicht völlig kostenlos anzubieten, versuchen Dienstleister ihre Produkte mit eingespielten Werbeanzeigen zu finanzieren. Mit Werbung lässt sich schlussendlich noch immer sehr viel Geld verdienen, so dass Kunden lediglich derartige Einspielungen in Kauf nehmen müssen.